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So überwindest du deine Angst – Deine Angst erkennen, annehmen und überwinden

So überwindest du deine Angst – Deine Angst erkennen, annehmen und überwinden

 
 
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Heute geht es darum wie du deine Angst überwindest. Die Angst vor Nähe, vor Bindung oder davor nicht geliebt zu werden und allein zu sein. Die Angst vor Veränderung im beruflichen oder privaten Umfeld oder die Angst eingeschränkt zu sein und Verantwortung tragen zu sollen. All diese Ängste haben einen Ursprung und wenn wir den verstehen und unsere Ängste annehmen können können wir sie überwinden. Wir spüren wie gut es tut Dinge anders zu machen und wie viel wir dadurch gewinnen können.

Wir alle kennen Ängste die unser Leben bestimmen. Angst vor Krankheit und Tod, verlassen zu werden oder zu enger Bindung.

Ängste sind Teil unseres Lebens und haben seit jeher eine Schutzfunktion. Sie wollen uns vor Leid bewahren. Sie sind unser Frühwarnsystem und wollen uns davor beschützen in Situationen zu geraten, die schädlich sind für uns.

Gleichzeitig hindern sie uns daran neue Wege zu gehen, uns zu entwickeln und uns aus schädlichen Verhaltensmustern herauszubewegen. Sie setzen uns Grenzen wo keine sind, sie schränken uns ein und hindern uns daran frei und glücklich  zu sein. Unser Ego will, dass wir in jeder Situation die Oberhand behalten. Dass wir jederzeit die Kontrolle haben müssen um uns nicht ausgeliefert zu fühlen.

Wenn wir es schaffen Kontrolle in Vertrauen zu wandeln kommen wir ins Gleichgewicht und dann verlieren Ängste ihren Wert. Dann brauchen wir die Schutzfunktion nicht mehr. Wenn wir erkennen, dass wir keine Kontrolle brauchen, dass wir uns dem Fluss des Lebens anvertrauen können, dann zeigt uns das Leben den Weg den wir beschreiten müssen um zu wachsen und glücklich zu sein und zu werden.

Ängste sind wir Zucker, eine Sucht von der wir nur schwer loskommen. Es ist einfacher in Schockstarre zu verharren als sich zu bewegen und die Dinge zu verändern. Sich der lähmenden Angst hinzugeben als sie zu überwinden.

Wir müssen lernen, dass jederzeit Dinge passieren, die außerhalb unserer Kontrolle sind und darum macht die Sucht nach Kontrolle keinen Sinn. Wenn wir in unserer Sucht sind und diese Dinge passieren ohne dass wir sie aufhalten oder ändern können fühlen wir uns hilflos und ausgeliefert und ziehen uns immer weiter zurück. Wenn wir aber im Fluss sind und vertrauen können wir annehmen was passiert und unsere Aufgabe erkennen und an ihrer Lösung arbeiten. Dann können wir so viel besser mit den Umständen umgehen und sogar das Gute in einem schwierigen Moment sehen. Ein Blick, der uns unter dem Einfluss unserer Ängste verborgen bleibt.

Deine Ängste loszulassen ist eine bewusste Entscheidung. In dem Moment in dem du dich entscheidest in die Freiheit zu gehen und ein Leben im Vertrauen zu führen machst du Raum für Wunder. Raum für gute Dinge die dir passieren weil du sie zulässt und dein Blick öffnet sich für den Weg. Übernimm die Verantwortung für dein Denken und Handeln. Vielleicht passieren dir Dinge die du nicht kontrollieren kannst aber du triffst die Entscheidung wie du auf die Dinge reagierst.

 

Triff JETZT die Entscheidung deine Angst aufzugeben und gib den Widerstand, die Sucht nach Kontrolle auf. „Ich gebe meine Angst auf und vertraue.“

 

Es geht darum unsere Ängste zu erkennen, anzunehmen und aufzulösen.

Wie kann das gehen?

  1. Erkenne deine Angst und stell dich ihr damit du sie überwinden kannst. Um deine Angst zu erkennen musst du sie verstehen. In seinem Buch „Grundformen der Angst“ nennt der Psychoanalytiker Fritz Riemann vier Grundimpulse die uns prägen: Individuation und Hingabe, Wandel und Beständigkeit. Wir wollen dazugehören aber gleichzeitig besonders sein. Wir wollen, das alles bleibt wie es ist und wünschen uns doch Abenteuer und neue Möglichkeiten.

Wir leben in diesen Widersprüchen und versuchen sie auszugleichen aber das gelingt uns mal besser und mal schlechter. In unserer Tendenz leben wir verstärkt zwei der vier Grundimpulse und entscheiden uns zwischen Individuation und Hingabe oder Wandel und Beständigkeit. Vor dem jeweils anderen Impuls entwickeln wir eine zum Teil panische Angst. Wofür wir uns entscheiden hat zum einen mit unserer Genetik, also mit der uns angeborenen Persönlichkeit, und zum anderen mit unserer Umwelt und frühesten Kindheit zu tun.

 

  • Ein Kind das viel Zurückweisung und emotionale Vernachlässigung erfährt wird eine Angst vor Hingabe entwickeln und sich deshalb unnahbar und distanziert verhalten. Es hat gelernt, dass Liebe nicht erwidert wird und hat deshalb gelernt seine Emotionen und Bedürfnisse zu unterdrücken.
  • Ein Kind das übermäßig bemuttert wird und dem nichts zugetraut wird, das angeblich nichts richtig machen kann, das möglicherweise sogar von der Mutter in der eigenen Liebesbedürftigkeit ausgenutzt wurde lernt, dass es nur in der Verbindung und im Liebe geben eine Daseinsberechtigung hat. Es sehnt sich ewig nach Liebe und Vertrautheit und ist gekennzeichnet von Einfühlsamkeit und Selbstaufgabe. Es übt sich in Hingabe. Es kommt schlecht mit Aggressionen zurecht und hat eine große Angst vor dem Alleinsein.
  • Lebhafte Kinder deren Lebhaftigkeit bereits früh mit Bestrafungen eingedämmt wurde lernen früh, dass ein eigenwilliges Verhalten falsch ist. Sie entwickeln eine Angst vor Veränderung. Sie üben Kontrolle und Perfektionismus aus und vermeiden Spontaneität. Sie brauchen Beständigkeit. Sie haben ein großes Bedürfnis auch über ihren Partner Macht und Kontrolle auszuüben.
  • Ein lautes und lebhaftes Kind das als liebreizend und aufgeweckt empfunden wurde, dem keine Grenzen gesetzt wurden und das viel Zuspruch für Äußerlichkeiten bekommen hat, hat gelernt sich auf seine Äußerlichkeiten zu verlassen. Wenn es kein Vorbild in der Erwachsenenwelt hat verbleibt es in seiner Wunschwelt. Eine Welt in der es keine Grenzen gibt. Als Erwachsener wird es sich schwer tun mit Verantwortung und Einschränkungen. Es ist auf der Suche nach Freiheit und Risiko und hat Schwierigkeiten sich auf die Realität einzulassen. Als freiheitssuchender Mensch entwickelt es eine Angst vor Beständigkeit.

Wir alle tragen alle vier Impulse in uns. Die Ausprägung jeweils eines Impulses führt dazu, dass uns das Gegengewicht fehlt und wir sogar Ängste davor entwickeln. Wir sind in einem Ungleichgewicht in dem wir uns nach dem jeweils anderen Teil sehnen.

Das führt dazu, dass wir häufig in Beziehungen suchen was uns selbst fehlt. Häufig sucht sich ein Mensch der in der Individuation lebt einen Partner der in Hingabe lebt. Und jemand der Beständigkeit braucht jemanden der im ständigen Wandel lebt. Uns zieht an was uns selbst fehlt.

Wenn wir uns dann aber unseren Ängsten nicht stellen, verstehen was uns am anderen anzieht, uns einlassen und mitnehmen lassen, weil wir verstehen welche Chance uns der andere anbietet, dann ist die Beziehung von vornherein zum scheitern verurteilt. Dann lassen wir uns von der Angst leiten, ziehen uns zurück und geben auf. Und haben diese Chance uns zu entwickeln verstreichen lassen.

Erst wenn wir verstanden haben welche Angst uns umtreibt, können wir erkennen wovon wir mehr brauchen und erst wenn wir gelernt haben unsere Angst zu überwinden können wir in einer gegensätzlichen Beziehung glücklich werden. Erst dann kommen wir ins Gleichgewicht.

 

  1. Nach der Erkenntnis folgt die Annahme. Fange an dich selbst zu lieben, dich anzunehmen genauso wie du bist, dir deine Fehler und Unzulänglichkeiten, deine Ängste zu verzeihen. Übe dich in Wertschätzung, Akzeptanz und Dankbarkeit für das Leben und das was du bist. Die Erkenntnis, dass deine Ängste schädlich sind ist ein Gewinn und der Umstand dass du sie hast ist ganz normal. Du bist gut genauso wie du bist. Und du bist jetzt genau da wo du sein sollst. Vergib dir selbst und sei gut zu dir.
    • „Ich nehme mich so an wie ich bin.“ – „Ich verzeihe mir meine Fehler und Unzulänglichkeiten.“ – „Ich weiß was ich brauche.“ – „Ich sorge für mich.“ Nimm diese Sätze und sage sie dir selbst kurz vor dem einschlafen. Sage die Worte nicht nur, sondern spüre sie in deinem ganzen Körper und spüre wie gut sie sich anfühlen…
  1. Jetzt beginne dich deinen Ängsten zu stellen, in kleinen Schritten. Es geht nicht darum ins andere Extrem zu fallen sondern zu erkennen was dir der Gegensatz gibt.
    • Hast du Angst vor Bindung, dann beginne das Gefühl von Verbindung zuzulassen. Was kann dir das auch geben? Was steckt da Gutes für dich drin? Hör wieder auf dein Gefühl, was will es dir sagen? Überwinde dich in kleinen Schritten Nähe zuzulassen, lass kleine Änderungen zu und schau, was es dir gutes geben kann.
    • Du hast Angst vor dem Alleinsein, dann sieh was dir die Zeit allein geben kann, die Ruhe, das Gefühl von Luxus, dass du dich nur um dich kümmern musst. Übe in kleinen Fenstern Zeit nur mit dir zu verbringen und die auch genießen zu können.
    • Du hast Angst vor Veränderung? Fang an mit kleinen Dingen zu experimentieren. Stell dein Wohnzimmer um oder mach einen Wochenendtrip. Gibt dir das neue Impulse, neue Sichtweisen? Sieh das gute in einer neuen Situation.
    • Du hast Angst vor Stillstand und Beständigkeit. Auch wenn das Leben Wandel ist brauchen wir alle Oasen der Ruhe um wieder aufzutanken. Mal zur Ruhe kommen und den Moment genießen. Stell dir vor du könntest das, zur Ruhe kommen. Übe im Jetzt zu sein und zu genießen was du jetzt hast.

Unsere Ängste haben eine Berechtigung. Sie geben uns Sicherheit in dem uns vertrauten Raum. Aber nur wenn wir unsere Komfortzone gelegentlich verlassen und Neues entdecken werden wir ganz und haben die Chance auf ein glückliches und erfülltes Leben.

 

Hat dir diese Folge gefallen? Dann freue ich mich darauf von dir zu hören, was sie dir gegeben hat, welche Erkenntnis du gewonnen hast oder was sich vielleicht sogar für dich verändert hat.

 

Sei mutig die Dinge zu verändern, dass sie sich für dich richtig anfühlen. Sei mutig dich zu verändern, deine Angst zu überwinden und deinen Geist zu weiten. Dann kommst du in die Fülle. Du allein entscheidest über dein Denken, Fühlen und Handeln. Ich wünsche dir Mut dich deiner Angst zu stellen und die andere Seite des Lichts zu besuchen. Du wirst sehen wie gut sich das anfühlt.

 

Fühl dich umarmt. Alles Gute für dich, deine Kerstin

 

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