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So lernst du “Nein” zu sagen

So lernst du “Nein” zu sagen

 
 
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Warum fällt es uns so schwer Nein zu sagen, uns abzugrenzen innerhalb der Gemeinschaft? Das Wort erklärt es bereits selbst, wir sind ein Gemeinschaftswesen und Abgrenzung bedeutet eine Trennung von der Gruppe. Aber damit wir überleben können innerhalb der Gruppe ist es wichtig, dass wir für uns selbst sorgen und dazu gehört auch Grenzen zu setzen, wenn andere diese überschreiten. Und die tun das ganz häufig unbewusst. Vielleicht fühlt sich Nein sagen noch schwer an für dich. Dann sprechen wir heute darüber wie es dir ein bisschen leichter fällt und du dem anderen damit sogar einen Gefallen tust.

Stell dir vor du bist Energie und um dich herum ist ein Energiefeld, weil du strahlst aus dir selbst heraus. Dass du dieses Feld um dich herum hast, spürst du dann besonders gut, wenn jemand in dieses Feld hineintritt, dir sozusagen zu nahe tritt.

Du spürst das sehr schnell als unangenehm und wirst vermutlich automatisch einen Schritt zurückgehen. Manche Menschen übertreten diese Grenzen häufig, weil sie ein extremes Präsenz Bedürfnis haben und weil ihr Radius vielleicht auch von Natur aus kleiner ist als deiner. Jeder hat seinen eigenen Energiezirkel und der ist auch bei jedem unterschiedlich weit und je nach Stimmung auch mit unterschiedlicher Energie behaftet. Wenn du glücklich bist, hast du eine hohe strahlende Frequenz, wenn es dir schlecht geht, bist du naturgemäß im niedrigen Bereich unterwegs. 

Wir fühlen uns von hohen Frequenzen angezogen, von Strahlen, von positiven Menschen. Das ist wie ein Feuer im Dunkeln. Wenn mich einer fragt was der Sinn des Lebens ist denke ich immer, dass das Strahlen in jedem von uns steckt und es unsere Aufgabe ist es herauszuholen und zu putzen und damit die Welt ein bisschen heller zu machen. 😉

Dieser Zirkel, diese Frequenz beschreibt also unsere Grenze, unsere erweiterte physische Grenze und unsere Aufgabe im Sinne eines Selbsterhalts und der Selbstfürsorge ist es diese Grenze zu erhalten, damit wir ganz sein können. Wir sind ganz aus uns selbst heraus, auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt. Und wenn es sich aber nicht so anfühlt ist das vielleicht der Moment zu schauen ob da vielleicht schon jemand unsere Grenze überschritten hat.

Die Grenze überschreiten andere Menschen nicht nur physisch, sondern viel öfter verbal. Das tun sie wenn sie dich klein machen und herabsetzen. Entweder in dem sie dich direkt klein machen oder bei Dritten schlecht über dich reden.

Oder aber viel öfter wenn sie einfach über dich in ihrem eigenen Interesse verfügen. “Es macht dir doch nicht aus, oder….” “Es wäre schön du könntest….” sind alles Redewendungen die darauf hindeuten, dass jemand dich und deine Unterstützung für selbstverständlich nimmt.

Du bist alles andere als selbstverständlich. Du bist ein Wunder und es ist schön und besonders, dass du da bist. Und es ist deine Aufgabe zu strahlen und das kannst du nur indem für dich sorgst und deine Grenzen und damit dich selbst beschützt. Es geht um deinen Wert. Es geht um den Wert den du dir selbst zubilligst. Du bist so viel wert wie du glaubst, dass du wert bist. Und was glaubst du welchen Wert hast du, wenn du anderen erlaubst auf dir herumzutrampeln? Dich klein zu machen, physisch oder verbal?

Es geht darum Nein zu sagen, wenn sich etwas nicht richtig für dich anfühlt. Für dich einzustehen und deinen Selbstwert zu benennen. Wer, wenn nicht du, bestimmt deinen Wert? Und je öfter du nicht Nein sagst, umso enger wird dein Energiekreis, um so kleiner wirst du. Und wie willst du strahlen, wenn dein Energiekreis immer kleiner und deine Frequenz immer niedriger wird?

Du weißt genau was sich richtig anfühlt und was nicht und es ist deine Aufgabe, deinem Umfeld das auch klar zu machen. Deine Mitmenschen kennen deine Grenzen nicht. Und im Zweifelsfall meinen sie es nicht mal böse, wenn sie deine Grenze überschreiten. Es fehlt ihnen an Feingefühl oder an Interesse oder sie gehen auch einfach von sich aus und die eigene Grenze wäre ganz woanders. 

Aber du, du kennst deine Grenze. “Nein! Ich möchte das nicht. Hier ist meine Grenze. Bitte lass das!” – Wie fühlt sich das für dich an? Fühlst du dich unwohl, dabei deine Grenzen zu setzen? Nein zu sagen? Es kann sein, dass es noch ungewohnt ist. Aber das ist ok. Alles was neu und ungewohnt ist, braucht Übung.

Aber die Frage ist, warum hast du nicht schon viel früher nach deinen Grenzen geschaut und sie beschützt?

Der Mensch ist ein soziales Wesen und in unserem Rudel und als Teil unserer Sozialisierung, ist Egoismus nur in dem Rahmen erlaubt, wie es der Gemeinschaft nicht schadet. Und ein Ja zu uns selbst bedeutet eben manchmal ein Nein zu jemand anderem. Wir wollen geliebt werden und angenommen werden. Nicht anecken und nicht streiten. Unser Grundbedürfnis ist Harmonie und das ist auch gut so, denn sonst könnten wir nicht in einer Gemeinschaft leben.

Aber was passiert, wenn du immer wieder Nein zu dir selbst sagst, weil du immer wieder Ja zu allen anderen sagst? – Dann schrumpft dein Energiekreis immer weiter und du wirst immer weniger. Und deine Mitmenschen sind wie kleine Kinder die immer wieder deine Grenzen testen. Sie kommen mit jedem Mal näher an dich heran, wenn du sie lässt und die vereinnahmen dich immer mehr….

Was kannst du jetzt tun um deine Grenze zu setzen und Nein zu sagen?

  1. Zuerst musst du dir selbst erlauben, deine Grenze zu setzen. Ich darf Nein sagen und meine Grenze ziehen. Ich darf für mich selbst sorgen. Du darfst nicht nur, du musst sogar um in deiner Kraft zu bleiben. Aber es geht nicht darum, dir eine weitere Aufgabe auf deinen Zettel zu schreiben. Dürfen nicht müssen…
  2. Hab keine Angst davor deine Grenzen zu setzen und Nein zu sagen. Was würdest du über einen Menschen denken den du magst und der dir nahe steht wenn er Nein sagt zu dir? Wenn er sagt “Ich kann das jetzt nicht. Ich möchte das nicht. Das fühlt sich nicht gut an für mich.” Was würdest du denken und was würdest du ihm sagen? Würdest du ihn deswegen weniger gern mögen? Vermutlich nicht. Vermutlich wäre das umgekehrt völlig ok für dich, dass dein Gegenüber sich die Freiheit nimmt Nein zu sagen. Warum auch nicht? Ein Ja ist keine Selbstverständlichkeit… Und mit diesem Wissen, wie bewertest du dann dein eigenes Nein? Ist es ok Nein zu sagen? …. Und wenn für diesen Menschen dein Nein nicht ok ist und der das nicht akzeptieren kann, welchen Wert hat dieser Mensch dann in deinem Leben?     Behandle dich selbst wie deinen besten Freund. Sei dein bester Freund. Du 

hast nicht weniger verdient als genau das.

  1. Wie erkennst du wann ein Nein fällig und wichtig ist? Du spürst deine Reaktion sofort. Du spürst sofort, ob da ein Widerstand ist wenn etwas auf dich zukommt, das deine Grenze überschreitet. Du willst das nicht? Das was passiert, nervt dich oder macht dich wütend oder traurig. All das sind Gefühle die dir signalisieren; Hier stimmt etwas nicht. So möchte ich das nicht.

Und jetzt stell dir vor wie es ist, wenn du jetzt Nein sagst. Wenn du jetzt sagst; “Stop! Ich möchte das nicht.” Was passiert dann mit deinem Gefühl? Was verändert sich? Fühlt sich das gut und richtig an? Wenn es sich richtig anfühlt, bist du auf dem richtigen Weg.

  1. Du hast verstanden, dass du das Recht hast, Nein zu sagen und du fühlst, dass es jetzt an der Zeit ist. Wie schaffst du es das jetzt auch umzusetzen? Du musst wissen, dass du dem anderen hilfst deine Grenze zu sehen, die für den anderen unsichtbar ist. Der andere will deine Grenze nicht überschreiten und respektiert sie auch, aber er sieht sie nicht. Gib ihm jetzt ein Zeichen, dass deine Grenze erreicht ist und hilf ihm auf die Sprünge.
  1. Sei klar in deiner Kommunikation. Der andere kann dich nur verstehen, wenn du dich klar ausdrückst. Herumeiern à la hätte, wäre, könnte, vielleicht kommt nicht an. Das hört der andere nicht. Könnte könnte man, man kann es auch lassen. Lass keine Option und hilf dem anderen zu verstehen. “Nein, ich möchte das nicht”. Klarheit hilft euch beiden. Dein Gegenüber versteht und du lässt keine Hintertür offen, die der andere dann doch durchschreitet und du ärgerst dich doppelt.
  1. Hol dein Gegenüber da ab, wo er steht. Der hat ein Anliegen. Der will Feedback geben, der braucht Hilfe, der will ein eigenes Ziel erreichen. Wenn du ins Mitgefühl gehst, erkennst du das Ziel des anderen. Signalisiere Verständnis für die Situation des anderen. Dann fühlt der sich zumindest abgeholt und verstanden und dein Nein, das zwangsläufig kommen wird, ist einfacher für ihn zu nehmen. “Ich verstehe, dass du da Hilfe brauchst. Nur ich kann dir das gerade nicht anbieten.”
  1. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Manchmal kann man ein bisschen was anbieten, aber eben nicht alles. Kennst du das Sprichwort: “Man reicht den kleinen Finger und sie reißen einem den Arm ab”? Du darfst den Finger reichen, wenn das, dass ist was du geben kannst und willst. Aber du darfst auch auf deinen Arm aufpassen. Denn den brauchst du noch um selbst zu überleben. 
  1. Aller Anfang ist schwer. Sei geduldig mit dir, wenn es darum geht das neu erlernte anzuwenden. Fang klein an und setze erst mal im kleinen Grenzen. Bei kleinen Dingen oder Menschen derer Zuneigung du dir sicher bist. Und dann nimm wahr was passiert. Wie nehmen deine Mitmenschen das auf und wie geht es dir damit? Ich bin sicher die richtigen Menschen in deinem Leben werden es gut aufnehmen. Vielleicht sind sie im ersten Moment überrascht, aber sicher werden sie es akzeptieren, wenn du klar und bestimmt bist. 😉 Und dann spüre, wie sich das für dich anfühlt. Was hat das mit dir gemacht? Ist dein Gang jetzt ein bisschen aufrechter? Wie fühlst du dich jetzt mit dir selbst? Genieße das gute Gefühl. Das motiviert dich, da weiter dran zu bleiben.

Ob im Kleinen oder im Großen. Es ist wichtig, dass du dich schätzt und dazu gehört dich klar abzugrenzen und klar zu sagen, was du geben kannst und wie weit du bereit bist zu gehen, aber eben wie weit auch nicht. Du lebst in einer Gemeinschaft, aber bist auch ein Individuum mit deinen eigenen Grenzen. 

Es gibt immer einen der die Grenze überschreitet und einen der es zulässt. Es ist an dir dem anderen deine Grenze zu zeigen und Nein zu sagen, wenn es an der Zeit ist. Du setzt deine Grenze, weil du es wert bist und weil du es wert bist, dass der andere dich respektiert und schätzt. Und das kann er nur, wenn du dich zuerst selbst respektierst und schätzt. Gib gut auf dich acht und hilf anderen deine Grenze zu erkennen. Achte auf dich, indem du auch mal Nein sagst, wenn du spürst, dass es an der Zeit ist. Achte auf deinen Energiezirkel. Damit du strahlst und lebendig bleibst. Denn du bist es wert!

Fühl dich umarmt, du bist ein wertvoller Mensch. 

Alles Liebe für dich, deine Kerstin

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