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So lernst du deine Gefühle zu kontrollieren. Interview mit Carmen Winter

So lernst du deine Gefühle zu kontrollieren. Interview mit Carmen Winter

 
 
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  1. Liebe Carmen, du bist Coach, Heilpraktiker für Psychotherapie und Paartherapeutin und arbeitest schon seit vielen Jahren in deiner eigenen Praxis in München. Du bist in deinem Leben schon viel herumgekommen, hast in vielen Ländern gelebt und dabei viel erlebt und dich dabei auch beruflich immer wieder verändert. Wir kennen uns schon seit 20 Jahren. Für alle die dich noch nicht kennen, wie bist du zu deinem heutigen Job gekommen? Wie hast du deine Berufung gefunden?
  • Das Interesse für Menschen war schon immer gegeben
  • Nach einigen Jahren in anderen Berufsfeldern, hat sie erfolgreich eine Coaching-Ausbildung absolviert und damit ihren Traum erfüllen können.
  • Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie & eine Paartherapeuten-Ausbildung zur Spezialisierung
  • Arbeitet heute in München in ihrer eigenen Praxis
  1. Das Motto in deiner Arbeit lautet: “Ihr Leben darf auch leicht sein.” Welche Philosophie, welche Idee steckt für dich dahinter? 
  • Leichtigkeit haben wir von Natur aus in uns und besonders stark ausgeprägt ist es noch in der Kindheit.
  • Mit dem Erwachsenwerden gewinnt unser Verstand an Dominanz und wir verlieren teils etwas dieser Leichtigkeit.
  • Klassische Einstellungen können da sein: “Das Leben ist kein Ponyhof” oder “Das Leben muss schon anstrengend sein”, sie möchte da den Glauben erlauben, denn das Leben darf auch leicht sein. 

  3. Jeder von uns erschafft sich seine eigene Realität. Das heißt die “Realität” sieht für jeden für uns anders aus. Wir nehmen unser Außen durch unsere eigene Brille wahr und erschaffen uns unser eigenes Drama. Mit dieser Idee arbeitest du als “The Work” – Coach nach der Methode von Byron Katie mit deinen Klienten. Was ist die Essenz von “The Work” und wie funktioniert die Methode?

  • Die “The Work”- Methode eignet sich für alle Situationen in denen wir im Widerstand mit unserem Leben stehen oder wenn wir die Menschen in unserem Umfeld gerne anders hätten. 
  • Besteht aus einer Fragenabfolge, die dazu dient unsere stressigen Gedanken über die Welt oder andere Menschen zu hinterfragen. Außerdem soll die Methode helfen herauszufinden, weshalb wir uns gerade darüber so aufregen.
  • Die Fragen, die wir uns in solchen Situationen stellen dürfen, lauten: 
  1. Ist das wahr? 
  2. Kannst du mit absoluter SIcherheit sagen, dass das wahr ist?
  3. Wie reagierst du und was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst du ohne diesen Gedanken?
  • Oft reizt uns etwas in der Außenwelt oder an unseren Mitmenschen, weil sie uns aufzeigen, woran es uns z.B. gerade etwas mangelt und die wir am anderen sehen oder feststellen können. 
  • Unser Gegenüber spiegelt uns und unser Thema, welches wir gerade mit uns haben. Wir dürfen lernen uns dies zunutze zu machen und aus dieser Situation etwas über uns zu lernen.

  4. Wie kann uns diese Methode gerade auch in Krisenzeiten wie diesen, die nicht nur mich allein sondern die ganze Welt betreffen, helfen mit meinen Ängsten umzugehen? wie schaffe ich es        im Moment zu bleiben und mich nicht in Horrorszenarien für die Zukunft zu verlieren? 

  • Nach Byron Katie gibt es 3 Angelegenheiten: 
  1. Meine eigene Angelegenheit, um diese kann ich mich kümmern.
  2. Deine Angelegenheit, da kann ich nur meinen, dass ich besser weiß, was für dein Leben richtig wäre.
  3. Die Angelegenheit des Universums wie z.B.Erdbeben oder der Coronavirus, da haben wir überhaupt keinen Einfluss drauf.
  • Vor Allem in Angelegenheiten auf die wir keinen Einfluss haben, dürfen wir uns einfach nur auf unsere eigene Angelegenheit konzentrieren. Denn die andere können wir sowieso nicht ändern.    
  • Es geht darum Gedanken zu relativieren und zu hinterfragen, sodass man sich die Frage stellen darf: “Ärgert mich das vielleicht gerade so, weil ich mir das selbst nicht erlaube?” 

  5. Du hast es vorhin schon mal angesprochen. Die Methode kann mir auch helfen eine bessere Beziehung zu führen, weil ich verstehe, dass der andere mich nicht glücklich machen kann, sondern, dass ich für mein Glück selbst verantwortlich bin. Wie funktioniert “The Work” in    Bezug auf meine Beziehungsprobleme. 

  • Die Erwartung an den anderen zu haben, genau zu wissen was man gerade brauche, ist ziemlich aussichtslos, weil der andere das gar nicht so genau wissen kann.
  • Er/Sie soll mich glücklich machen, ist eine sehr große Erwartungshaltung, die Druck aufbaut.
  • “The Work” ist eine Methode, die hilft eine Beziehung zu führen, wo die Erwartungshaltung nicht so groß ist.
  • Außerdem hilft sie zu verstehen, was der andere tut oder nicht tut. Auch das nimmt den Druck raus und sorgt für mehr Harmonie und eine Beziehung auf Augenhöhe.
  • Wir sind selbst dafür verantwortlich uns glücklich zu machen und der Partner/-in kann dazu beitragen oder auch nicht. 

Beispiel: 

Mich nervt, dass mein Partner ständig seine Socken liegen lässt, wo er sie auszieht….?

  • Ist das wahr? – Ja das ist es!
  • Was passiert mit dir, dass er die Socken nicht aufräumt? – Das macht mich rasend und er treibt mich damit bis zur Weißglut.
  • Wer wärst du ohne diesen Gedanken? – Ich wäre frei, weil die Socken da liegen würden, aber es  beschäftigt mich nicht mehr.
  •   Welche Version wäre nützlicher für dein Leben? Die Wütende und Frustrierte oder die Freie? – Die Freie auf jeden Fall
  • Dann stell dir die Frage, warum macht dich das eigentlich so rasend?
  • Lässt er die Socken denn wirklich immer rumliegen? Gibt es Momente, in denen er die Socken direkt wegräumt? – Ja, wenn er mal in guter Stimmung ist, dann räumt er die auch mal weg.
  • Dann würde der Satz ja nicht lauten: Er lässt seine Socken immer liegen, sondern nur er lässt seine Socken liegen. Dann darfst du dir selbst die Frage stellen, ob du die denn vielleicht selbst manchmal liegen lässt? – Nein, niemals! 
  • Was befürchtest du denn, wenn du sie liegen lässt? – Es tritt Unordnung ein und dann entsteht auch Chaos.  
  • Er hält dir in diesem Moment also einen Spiegel vor, weil er das tut, was du dir selbst nie erlauben würdest. 

 6. Wie kann ich “The Work” in einfachen Schritten für mich selbst zuhause nutzen? Wie gehe ich da am besten vor? Hast du da einen Tipp für uns?

  • Unter www.thework.com/deutsch wird man ausführlich durch einzelne Schritte geführt. 
  • Da heißt es dann auch “Üben, üben, üben!”, denn so kommt dort am besten hin und lernt diese Methode zu verinnerlichen. Und am Anfang empfiehlt sie auch alles aufzuschreiben und sich Zeit dafür zu nehmen.

 7. Welche Botschaft möchtest du den Menschen mitgeben? Welche Mission hast du für dich in deiner Arbeit?

  • Aktuell fokussieren wir uns auf die Dinge die wir nicht haben oder bisher noch nicht erreichen konnten. Carmen ruft  zu einem Perspektivwechsel auf. Wir dürfen unseren Fokus auf das hier und jetzt legen, was jetzt gerade gut für uns ist und uns gut tut.
  • Selbstliebe, Selbstwertschätzung. Wir dürfen uns auch selbst loben und Anerkennung schenken. Wir dürfen die Selbstverständlichkeit bestimmter Dinge die wir tun, ablegen und sie lernen an uns wertzuschätzen.
  • Ein Selbstlobe und Selbstliebe Tagebuch hilft die positiven Dinge des Tages zu sehen und anzuerkennen. Dies führt auch zu einem schönen Abschluss des Tages und bringt auch Leichtigkeit mit sich.

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