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Sei du selbst, lebe dein Selbst-Bewusstsein: Das ist dein Schlüssel zum Glück

Sei du selbst, lebe dein Selbst-Bewusstsein: Das ist dein Schlüssel zum Glück

 
 
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Heute schauen wir uns an was Selbst-Bewusstsein eigentlich bedeutet. Nämlich die Frage wer bist du in deinem Innersten? Wenn du dich akzeptierst und annimmst, weil du keine andere Wahl hast und dich dann auf das Abenteuer begibst dich selbst zu erkunden, dann fängst du an in deine innere Kraft zu kommen. Wenn du dich erkundest und dem folgst was du wahrnimmst, dann erlangst du dein Selbst-Bewusstsein. Dann beginnst du dir deiner selbst bewusst zu werden.

Das größte Geschenk das wir Kindern machen können ist sie zu ermuntern sie selbst zu sein. Sie anzunehmen genau so wie sie sind und sie zu ermuntern sich selbst zu schätzen für das was sie mitbringen in dieses Leben.

 Wir sind seit jeher so sehr darauf getrimmt den Wünschen und Normen anderer zu entsprechen, dass wir vergessen haben wer wir wirklich sind. Statt besonders zu sein, lernen wir schon früh, dass es wichtig ist mit dem Strom zu schwimmen.

Als wir mit unseren Kindern von Deutschland nach Neuseeland gezogen sind, haben sie von einem Tag au den anderen kein Deutsch, sondern nur noch Englisch gesprochen. Sie sind schon vorher zwei-sprachig aufgewachsen aber in Deutschland haben sie nur Deutsch gesprochen. In Neuseeland auf einmal nur noch Englisch.

Kinder wollen so sein wie alle anderen Kinder, so lernen sie sich zu sozialisieren und Teil der Gesellschaft zu werden. Aber wie sehr ermuntern wir sie dabei noch sie selbst zu sein? Sitz gerade, iss auf, mach deine Hausaufgaben, sei brav… Kinder brauchen Grenzen um ihre eigenen Grenzen zu spüren. Aber Kinder brauchen auch das Vertrauen ihrer engsten Bezugspersonen, dass sie ok sind wie sie sind, dass sie besonders sind auf ihre Art und dass sie geliebt werden genau so wie sie sind.

Das ist es was Kinder stark macht und ihnen die Stärke gibt sich den Aufgaben des Lebens zu stellen.

Jeder von uns besitzt eine ganz eigene Persönlichkeit und ganz besondere Talente und Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten sind Stärken die uns befähigen unseren Weg im Leben zu geben, uns Herausforderungen zu stellen und die Aufgaben die uns das Leben stellt zu meistern.

Was aber passiert, wenn wir diese Unterstützung unserer Bezugspersonen, unserer Eltern nie bekommen haben? Das Gefühl nur geliebt zu werden, wenn wir der Norm entsprechen, wenn wir unauffällig sind, wenn wir gute Noten bringen, den Erwartungen entsprechen. Dann haben wir häufig verlernt darauf zu hören wer wir wirklich sind und was wir wirklich wollen. Wir haben gelernt eine Rolle zu spielen, die dem entspricht was wir glauben, was von uns erwartet wird.

Alle Eltern wünschen sich für ihr Kind, dass es glücklich ist und gut durchs Leben kommt. Und in vielen Eltern steckt eine große Unsicherheit und die Angst selbst nicht ok zu sein. Über viele Generationen wurde Individualität abtrainiert. Die Gesellschaft und Religion haben Werte und Normen vorgegeben „an die man sich zu halten hat“. Nur wer mit dem Strom schwimmt kommt weiter.

Ich erinnere mich an eine Freundin die zu Schulzeiten kein Abitur machen sollte, weil das Ansehen der Familie im Dorf angeblich nicht groß genug war. Da hieß es dann: „Unser Hof ist nicht groß genug.“ Das klingt aus heutiger Sicht fast vorsinnflutlich aber es zeigt sehr schön wie sehr wir es gewohnt sind uns anzupassen. „Survival of the fittest.“ Nur der überlebt, der am besten an seine Umwelt angepasst ist. Wenn das so tief drin steckt und die eigene Unsicherheit über das eigene ICH so groß ist wie können Eltern diese Freiheit an ihre Kinder weiter geben. Diese Freiheit macht Existenzangst.

Wenn wir es unseren Eltern also nicht vorwerfen können, was können wir dann tun? Im ersten Schritt geht es darum zu erkennen, dass Glück nicht möglich ist, wenn wir nicht wir selbst sind. Wenn wir unser eigenes ICH unterdrücken unser Bedürfnisse verleugnen, sind wir nur ein Schatten unser Selbst. Dann äußert sich das häufig in einem latenten Gefühl von Unglück und Unzufriedenheit und geht bis zu depressiven Erkrankungen.

Wenn wir erkannt haben, dass wir uns annehmen müssen wie wir sind und dass es keine andere Wahl gibt, weil uns sonst niemand zur Verfügung steht, dann haben wir den ersten Schritt getan. Akzeptanz ist immer der erste Schritt.

Nach der Akzeptanz kommt die Erkundung. Wer bin ich eigentlich? Was macht mich im Innersten aus? Was sind meine Stärken und Fähigkeiten? Wofür brenne ich? Was bringt mir Energie? „Wähle einen Beruf den du liebst, und du brauchst keinen Tag deines Lebens mehr zu arbeiten.“ hat Konfuzius gesagt und das steht repräsentativ für dein Leben. Alles was du mit Leidenschaft machst entspricht dem was du bist, entspricht deinen Werten und Normen. Immer wenn du Dinge tust, die dir nicht entsprechen, die du nicht bist, fühlst du dich danach leer und kraftlos. Mach dir mal Gedanken über deine Werte. Was ist dir wichtig? Ehrlichkeit, Familie… Was ist es, das dir wichtig ist?

Dein Energielevel ist ein fantastischer Indikator für das was du bist. Was gibt dir Kraft und Energie? Wobei fliegen deine Hormone? Was macht dich glücklich? Mache diese Übung mal für dich. Nimm dir einen Moment Zeit und schreib für dich auf, was dich glücklich macht. Bei welchen Aktivitäten, in welchen Momenten spürst du deine Kraft? In welchen Momenten hast du das Gefühl ganz bei dir zu sein? „Do more of what makes you happy“ Mehr davon tun, was dich glücklich macht. Deinen Lebensweg selbst bestimmen indem du dem folgst was sich für dich gut und richtig anfühlt.

Als ich damals nach dem Abitur auf der Suche nach meinem Beruf war und überlegt habe was für mich richtig ist hat mein Vater mir ein großes Geschenk gemacht. Er hat zu mir gesagt: „Schau nicht darauf welcher Beruf irgendwann im Markt gefragt sein wird, mache das was dich glücklich macht, denn dann wirst du auch gut sein indem was du tust. Und wenn du gut bist in dem was du tust, wirst du immer einen guten Job finden. Egal wie die Marktlage ist, gute Leute finden immer einen Job.“

Ich wollte Journalistin werden, ein Teil von mir wollte Schauspielerin werden und ich wollte auf die Schauspielschule gehen. Meine Mutter hat gesagt: „Damit verdienst du nicht das Salz in der Suppe. Das unterstützen wir nicht.“ Auch das hat mich geprägt. Ich war zwar mutig aber dann auch wieder vorsichtig. Und ich habe manchmal während meines Studiums der Politikwissenschaften überlegt ob ich nicht doch hinschmeißen und zur Schauspielschule gehen soll.

Ich bin nie zur Schauspielschule gegangen und ich habe auch mein Magister Studium nicht beendet. Ich hab trotz allem meine Berufung gefunden, wenn auch über Umwege. Aber trotzdem weiß ich, dass ich es mit meinen Kindern anders machen möchte. Am Ende entscheiden sie aber immer für sich. Und das ist auch gut so. Aber ich kann sie ermutigen ihren Weg zu gehen, ihrem Bauch zu folgen, ihrer Leidenschaft.

Der Job ist nur ein Beispiel in dem sich ausdrückt wer wir sind. Es gibt viele Wege uns auszudrücken. Unser Äußeres ist bestimmt das prägnanteste, unsere Sexualität, unser Zuhause. Wir gestalten unser Äußeres nach unserem Inneren und um das in den Einklang und in Harmonie zu bringen müssen wir wieder lernen auf unser Innerstes zu hören.

Unser Innerstes zeigt sich in der Intuition. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen Bauchgefühl und Intuition. Unser Bauchgefühl greift auf Erfahrungen und Erlebtes aus der Vergangenheit zurück. Im schlechtesten Fall meldet sich deshalb auch beispielweise Angst aus dem Bauch. Weil wir einmal schlechte Erfahrungen gemacht haben, will uns unser Bauch mit einem schlechten Bauchgefühl schützen.

Unsere Intuition dagegen sitzt im Herz. Das Herz hat ein großes Nervengeflecht, das wir anzapfen können und das uns in Bruchteilen von Sekunden Informationen liefern kann, die sich nicht nur auf vergangenes, sondern auch auf aktuelles und zukünftiges Geschehen beziehen. Unser Herz kann uns also immer die Wahrheit sagen, wenn wir bereit sind es anzuhören. Und das ist die Voraussetzung, dass wir bereit sind es anzuhören und uns einzulassen auf das was es uns sagt.

Manchmal hilft es also einen Moment zur Ruhe zu kommen, noch einen Moment länger mit dem Herzen hinzuspüren und zuzuhören. Die Gefühle zu registrieren, die da hochkommen, wahrzunehmen, zu drehen und zu wenden. Und fühlt es sich gut an? Dann solltest du es auf jeden Fall tun!

In der dritten Folge habe ich viel zum Thema Intuition erzählt. Wie du diesen Muskel Intuition trainieren kannst. Vielleicht hörst du noch mal rein?

Ich mache selbst sehr gerne die Zettelübung. Wenn ich mich einfühlen will, eine Entscheidung treffen will für mich, dann schreibe ich die Möglichkeiten auf einen Zettel und lege diese getrennt vor mich hin. Ich stelle mich davor und spüre mit meinem Herzen dahin. Was fühle ich, wie fühlt sich das an? Was bewegt mich? Spüre ich Angst? Woher kommt die?

Du darfst auch negative Gefühle hinterfragen. Denn auch die haben ihre Berechtigung. Negative Gefühle wollen dich warnen aber die Frage ist vor was? Wenn du deine negativen Gefühle wahrnimmst und anfängst sie zu hinterfragen, kannst du nicht nur ihre Botschaft wahrnehmen, sondern sie auch auflösen. Was braucht das negative Gefühl um zu verschwinden und sich in ein gutes Gefühl zu verwandeln. Was brauchst du in diesem Moment?

In Bezug auf Entscheidungen wird dir die Zettelfrage schnell Aufschluss darüber geben, was der richtige Weg für dich ist. Das heißt nicht, dass dieser Weg immer leicht sein wird. Unser Leben ist nicht dazu da leicht zu sein. Wir sind hier um unsere Aufgaben anzunehmen und für uns zu lösen. Uns weiter zu entwickeln. Alles was wir erleben dient uns, das Gute und das Schlechte.

Aber der Zettel und damit dein Herz zeigen dir welcher Weg dir entspricht und wer du bist und sein willst, jetzt und in der Zukunft.

Du kannst statt der Zettel übrigens auch andere Hilfsmittel nehmen. Irgendein Gegenstand der dir richtig erscheint und der ein Stellvertreter ist für die Entscheidung, einen Menschen, ein Gefühl. Immer wenn du dir erlaubst hinzuspüren, nimmst du wahr. Wahrnehmen im Sinne von Erkenntnis, von Wahrheit, deiner Wahrheit.

Ich habe mich manchmal gefragt, warum diese Aufstellung von Themen, Menschen und Gefühlen so gut funktioniert und uns, wenn wir uns darauf einlassen, so klare Erkenntnisse bringt. Ich glaube dass wir am Ende in der Gemeinschaft über ein gemeinschaftliches Wissen und eine gemeinschaftliche Energie verbunden sind. Dass wir das Wissen von Generationen aus der Vergangenheit in uns tragen, im guten wie im schlechten. Es liegt an uns zu erkennen, was uns dient und was wir vielleicht verändern wollen.       Niemand ist das Opfer seiner Umstände aber wir alle sind dafür verantwortlich uns selbst glücklich zu machen und dieses Glück finden wir nur in uns selbst, in dem was wir sind und in dem wir uns zeigen wie wir sind.

Erst wenn wir erkennen und leben wer wir sind, kommen wir in unsere Macht und in unsere innerste Kraft, unserer Weisheit. Dann verbinden wir uns mit unserem eigenen Universum und unseren unendlichen Möglichkeiten. Lebe wer du bist, höre auf deine Bedürfnisse und deine innere Weisheit. Das ist dein Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Dann kommst du in dein Selbstbewusstsein, dann fängst du an dir deiner Selbst bewusst zu werden und dann kommst du in deine Stärke.

Ich wünsche dir die Ruhe und die Kraft auf deine innere Stimme, auf dein Herz zu hören und den Weg zu gehen, den dir dein Herz vorgibt. Dass du deinen Selbstwert in deinem ICH erkennst. Denn du bist wichtig, so wichtig in diesem Universum das uns alle verbindet.

Fühl dich von Herzen umarmt. Alles Gute für dich, deine Kerstin

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