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Erwarte nichts – bekomme alles. 5 Tipps wie du Erwartungen loslassen und dich selbst befreien kannst

Erwarte nichts – bekomme alles. 5 Tipps wie du Erwartungen loslassen und dich selbst befreien kannst

 
 
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Erwartungen stehen deinem Glück im Wege. Sie belasten deine Beziehungen und dich selbst. Ihre Erfüllung bedeutet niemals Glück, sondern höchstens Zufriedenheit. Sich von ihnen frei zu machen bedeutet bei dir selbst anzukommen, Leichtigkeit, Stärke und Vertrauen in das Leben und in dich selbst.

Erwartungen machen unfrei

  • Ich habe Erwartungen an meinen Partner, Freunde, Arbeitskollegen, an mich selbst
  • Warten auf etwas, dass ich, zumindest in Bezug auf andere, nicht selbst in der Hand habe
  • Ich gebe die Verantwortung für mein Glück ab und mache mich abhängig von anderen
  • Werden meine Erwartungen nicht erfüllt fühle ich mich hilflos, wütend, traurig, nicht wertgeschätzt, nicht gesehen.

Erwartungen an mich selbst und andere erzeugen einen unermesslichen Druck

  • Du nimmst dem Leben den Fluss und versuchst über Druck zu kontrollieren
  • Der Mensch hat ein angeborenes Autonomiebestreben. Wenn ich Druck durch die Anspruchshaltung anderer spüre, fühle ich mich in meiner Selbstbestimmung eingeschränkt und Widerstand macht sich breit.
    • Zwei Möglichkeiten; entweder ich erfülle die Erwartung des anderen und erwarte dafür an anderer Stelle eine Gegenleistung
    • oder ich entziehe mich dem Anspruchsdenken mit dem Risiko den anderen zu enttäuschen.
    • Nichts davon fühlt sich gut an. Und ich weiß wovon ich spreche, weil ich durch meinen Erwartungsdruck den Mann verloren habe, der für mich richtig ist.

Erwartungen sind der Versuch einer passiven Kontrolle die mein Bedürfnis nach Sicherheit spiegeln.

  • Das ist ein verzweifelter Versuch und ein trügerischer Schein. Erwartungen bieten keine Sicherheit sondern eine Abhängigkeit.
  • Das Leben bietet nur Sicherheit im Vertrauen, dass sich alles im Leben fügt wie es gut ist. Niemand gibt Sicherheit schriftlich. Jeder Vertrag im zwischenmenschlichen den wir unterzeichnen ist nur eine Momentaufnahme und keine Garantie. Weil das Leben sich permanent verändert. Beziehungen sind keine Dienstleistung.

Wenn wir immer nur die Erwartungen anderer erfüllen leben wir nicht unser Leben, sondern das der Menschen um uns herum.

  • Wir haben gelernt uns anzupassen. Anpassung ist Teil der Evolution. Wer sich am besten anpasst überlebt, wird geliebt. Wer quer schießt ist raus.
    • Schon als Kind lernen wir, dass ein artiges Kind, das den Erwartungen der Eltern entspricht mehr geliebt wird. Das unartige Kind wird mit Liebes- und Aufmerksamkeitsentzug bestraft.
    • Wenn wir ein Trugbild nach Außen abgeben verleugnen wir uns selbst und werden uns niemals gut mit uns selbst fühlen. Das führt zu Selbstzweifeln und einem geringen Selbstwertgefühl.
  • Es geht nicht darum anderen zu gefallen, sondern in erster Linie uns selbst zu gefallen, nach unseren Werten zu leben und authentisch zu sein.

Erwartungen sind unserem Glück abträglich. Die tun nichts für uns.

  • Wenn unsere Erwartungen erfüllt werden sind wir im besten Fall zufrieden.
  • Glücklich sind wir nicht, weil wir nichts anderes erwartet haben. Wir können die Leistung nicht anerkennen und nicht schätzen. Nicht bei uns und auch nicht bei anderen.
  • Erwartungen enden häufig in Enttäuschungen, also das Ende einer Täuschung. Im Umkehrschluss ist eine Erwartung eine Täuschung, ein falsches Bild das wir uns machen. Eine Illusion von etwas das es nicht gibt.

Unterm Strich spricht nichts dafür Erwartungen zu haben. Die machen uns unfrei und schwer und im schlechtesten Fall unglücklich. Wozu sind Erwartungen trotzdem gut?

  • Erwartungen geben uns Auskunft über unsere innersten Wünsche und Bedürfnisse. Das ist ein wichtiger Schlüssel.
  • Es ist wichtig, dass wir diese Bedürfnisse im Ursprung erkennen und dann das Glück selbst in die Hand nehmen und für unsere Bedürfnisse sorgen
  • Du bist selbst für dein Glück verantwortlich und nicht die Menschen um dich herum. So wie du auch nicht für das Glück anderer verantwortlich bist.

Was kannst du tun, um dich von deinen Erwartungen zu befreien?

  1. Äußere deine Bedürfnisse als Wunsch. Natürlich hast du Bedürfnisse und darfst Wünsche äußern. Deine Bedürfnisse sind ein Teil deines Selbst und um dein Selbst leben zu können musst du auf deine Bedürfnisse hören.
    • Du teilst dich mit und erwartest nicht vom anderen, dass er deine Gedanken liest.
    • Ein Wunsch baut erst mal keinen Druck aus, weil es dem anderen die Möglichkeit gibt offen anzunehmen oder abzulehnen
    • Was mache ich, wenn der andere meinen Wunsch nicht erfüllt? Du kannst nichts erzwingen. Verstehe, dass das nichts mit dir zu tun hat. Der andere kann nicht besser oder will nicht besser. Wir sind freie Menschen und müssen jedem die Wahl lassen. Das schmälert nicht was wir sind oder was wir dem anderen bedeuten. Lass das nicht deinen Selbstwert bestimmen.
    • Wenn deine Bedürfnisse nicht mit denen deines Gegenüber zusammenpassen hast du zwei Möglichkeiten
      • Entweder erfüllst du dir das Bedürfnis selbst und findest einen anderen Weg, ohne dein Gegenüber
      • Oder, wenn diese Selbsterfüllung gravierenden Einfluss auf eure Beziehung hat, entscheidest neu welches Bedürfnis dir das wichtigere ist.

Ich wünsche dir sehr, dass du die richtige Entscheidung triffst. „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.“ Eigene Bedürfnisse für den Moment zurückzustellen oder sich davon zu verabschieden bedeutet nicht sich selbst aufzugeben. Es bedeutet die Prioritäten neu zu setzen und neu zu entscheiden was wirklich wichtig ist. Damit bist du kein Opfer der Umstände, sondern entscheidest dich bewusst für das, was sich für dich richtig und wichtig anfühlt.

  1. Sei frei und offen für das was kommt
  • Wenn du nichts erwartest, wie ein Kind, das offen ist für alles das kommt, hast du die Fähigkeit Freude und Glück zu empfinden über das was dir geschenkt wird. Dann sind die schönen Dinge ein Geschenk und keine Selbstverständlichkeit.
  1. Lass die Kontrolle los
  • Etwas kontrollieren zu wollen, das nicht in unserer Macht liegt führt zu einem Gefühl der Hilflosigkeit. Die Einsicht, dass ich nichts im Außen kontrollieren kann ist der erste Schritt. Wenn ich es nicht kontrollieren kann, kann ich den Versuch auch aufgeben.
  • Kontrolle aufgeben bedeutet also im Umkehrschluss mehr Autonomie für mich
  • Der Gegenpol ist Vertrauen in das Leben zu haben und darin, dass sich die Dinge entwickeln wie es gut ist. Auch wenn wir noch nicht gleich erkennen wozu das gut ist, was wir gerade erleben. Ich vertraue, dass ich alles bekomme was gut ist für mich.
  1. Lebe dein Selbst und nicht die Erwartungen anderer
  • Du bist nicht hier um zu gefallen. Du bist hier um dein Inneres im Außen zu leben, authentisch zu sein, wahr zu sein, dich zu entwickeln.
  • Nur wenn du dein Selbst auch im Außen lebst bist du in deiner Mitte und bei dir, stark und selbstbewusst und brauchst auch selbst keine Erwartungen an andere zu haben.
  1. Gib deinem Bauch mehr Raum und verstehe, dass dein Kopf nur entscheiden kann was er begreifen kann. Dabei sind die meisten Wahrnehmungen außerhalb des Verstandes und jeglicher Schubladen angesiedelt.
  • Dein Kopf darf ausruhen. Vertraue auf deine Intuition.
  • Begib dich in den Fluss und vertraue. Höre auf damit Dinge und Beziehungen in Schubladen zu stecken. Keine Definition und keinen Stempel. Das Leben ist nicht s/w. Einfach sein lassen und bestaunen und fließen lassen. Dich treiben lassen in dem vertrauen, dass alles gut wird.

 

Ich wünsche dir sehr, dass du in den Fluss kommst und Dinge und Menschen in deinem Umfeld sein lassen kannst wie sie sind. Weil auch du sein kannst wie du bist ohne Angst vor Wertung. Weil du weißt, dass du so wie du bist gut bist.

 

Du bist gut und richtig wie du bist. Alles wird gut. Fühl dich umarmt. Alles Gute für dich, deine Kerstin

 

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