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Der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung

Der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung

 
 
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Der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung, egal ob in der Partnerschaft oder mit allen anderen Menschen, liegt im Verständnis für dein Gegenüber. Wie tickt dieser Mensch und was braucht er? Wenn du es schaffst die Welt durch seine Brille zu sehen, dann schaffst du es auch die Dinge bei ihm zu lassen und nicht persönlich zu nehmen. Mitgefühl und Empathie sind der Weg zu einer harmonischen Beziehung. Sich verstehen, die Dinge beim anderen lassen, aufeinander zugehen und Kompromisse machen. Was brauchst du, was brauche ich? Dann kannst du abwechselnd im Gleichklang Zugeständnisse machen. Ein Geben und Nehmen.

Warum fühlen wir uns so oft missverstanden und getroffen durch das Verhalten anderer? Ist es wahr, dass andere Menschen uns oft bewusst treffen und verletzen wollen? Unsere Gefühle haben mit uns zu tun. Wenn uns Dinge treffen und uns verletzen, haben sie immer mit uns zu tun. Mit Erfahrungen aus der Vergangenheit mit unserer Persönlichkeit, mit dem was wir sind.

Wir sind die Summe unserer Erfahrungen, unserer Herkunft und unserer Persönlichkeit. Was wir wahrnehmen, nehmen wir durch unsere Brille wahr. Wir schieben die Realität durch unsere Filter in unser Innerstes. Wir fragmentieren unsere Wahrnehmung um sie zu verarbeiten. Wir bewerten was wir sehen, indem wir unsere Wahrnehmung durch unsere Filter schieben. Und dann ziehen wir unsere Schlüsse.

Aber damit diese Schlüsse tatsächlich wahr sind, dass der andere meint was wir verstehen, nachdem wir die Dinge durch unsere Filter geschoben haben müsste im Umkehrschluss bedeuten, dass der andere genau die gleichen Filter hat wie wir. Wie wahrscheinlich ist das? Wie wahrscheinlich ist es, dass unser Gegenüber die gleichen Filter, die gleichen Erfahrungen hat wie wir? Nicht sehr wahrscheinlich. 😉

Wenn also jeder andere Filter hat und jeder das was er hört und wahrnimmt durch seine eigenen Filter schiebt, können wir dann überhaupt miteinander sprechen und uns verstehen?

Es ist kein Geheimnis, dass Menschen mit vielen Gemeinsamkeiten, die vom Typ und der Persönlichkeit ähnlich sind sich besser verstehen als Menschen die sehr unterschiedlich sind. Dieses Gefühl sich manchmal ohne Worte zu verstehen hat damit zu tun, dass der andere so tickt wie wir.

Die gleiche Sprache sprechen bezieht sich also nicht nur auf die Muttersprache, sondern auch auf die Eigenheiten eines jeden Einzelnen. Manchmal sprechen wir beide Deutsch aber verstehen doch völlig unterschiedliche Dinge.

In den meisten Fällen ticken Menschen ganz anders als wir. Es ist eher die Ausnahme als die Regel, dass Menschen anders sind als wir.

Wie kann dir dieses Wissen helfen bessere Beziehungen zu haben? Nicht nur in der Partnerschaft, aber vor allem da machen sich die Unterschiede bemerkbar. Bei unserem Partner, unserer Partnerin, bei allen Menschen die uns nahe stehen, nehmen wir Dinge die wir hören so viel intensiver wahr. Unsere Wertung verzehnfacht sich sozusagen.

Stell dir vor, du wüsstest, dass das was bei dir ankommt vielleicht gar nicht das ist, was der andere meint? Stell dir vor was er oder sie sagt, hat im ersten Schritt keine Wertung aber du gibst dem gesagten deine Wertung? Ist es wirklich wahr, dass er/ sie das so meint? Wie kannst du das herausfinden?

Der einfachste Weg ist zu fragen. Habe ich das richtig verstanden, dass du das so meinst? Wenn wir aufhören zu glauben was wir verstanden haben, dann können wir fragen. Wir brauchen nicht auf alles eine Antwort und eine Lösung zu haben. Wir können auch einfach fragen. Was willst du mir sagen? Ist es das was ich denke? Probiere das mal aus und du wirst feststellen in den meisten Fällen ist es nicht was du dachtest, dass es ist.

Das größte Geschenk meiner Coaching Ausbildung war die Erkenntnis, dass wir alle unterschiedlich sind. Dass wir alle auf einer anderen Insel leben und von da aus die Welt betrachten.

Es gibt die Handlungstypen, die wie ein Duracell Häschen durch die Welt laufen und nicht 10 min still sitzen können, die immer schon zwei Schritte weiter sind, die für morgen und übermorgen schon einen Plan haben. Echte Macher-Typen eben, die lieber machen als fühlen. Entscheidungen sind hier schon getroffen und umgesetzt während andere noch darüber nachdenken. Handlungstypen sind oft laut und kaum zu übersehen.

Dann gibt es da die Beziehungstypen, die scheinbar nur in der Beziehung zu anderen wirklich lebendig sind. Die schlecht allein sein können und bei denen das Wort emotional quasi deren zweiter Vorname ist. Diese Menschen haben sehr feine Antennen für andere, weil sie immer in Beziehung und im Bezug zu anderen leben. Beziehungstypen leben im Moment und was morgen ist, ist noch lange weg.

Sachtypen sind die ruhigen Vertreter unserer Gattung. Sie sind eher introvertiert und betrachten die Dinge eher rational als emotional. Ein Sachtyp meint was er sagt, nicht mehr und nicht weniger. Subtext kennt er nicht und versteht er auch nicht. Sachtypen machen die Dinge gerne mit sich selbst aus und sprechen erst, wenn sie die Entscheidung bereits für sich getroffen haben. Dabei sind schnelle Entscheidungen nicht seine Sache und eher denken als machen ist sein Credo.

Zu erkennen, dass unsere Mitmenschen anders ticken als wir und dass sie nicht besser können, weil sie Typ A, B oder C sind hilft uns erst einmal die Dinge mit mehr Abstand zu betrachten, sie weniger persönlich zu nehmen. Zu wissen, dass jeder in sich selbst gefangen ist.

Du hast gelernt:

  1. Wir sind alle unterschiedlich und sehen die Welt und bewerten sie durch unsere Filter.
  2. Es gibt drei unterschiedliche Persönlichkeitstypen die eine unterschiedliche Gewichtung von emotional zu rational haben und die in einer unterschiedlichen Zeit zuhause sind.
  3. Fragen hilft unsere Wertung zu validieren.

Wie können wir jetzt, mit dem Wissen wie der andere im Grundsatz tickt, unsere Beziehung verbessern?

Verständnis schafft Klarheit. Du verstehst jetzt besser was der andere meint, wenn er was sagt und du weißt, dass die meisten Dinge nichts mit uns zu tun haben, sondern mit dem Menschen der es artikuliert hat. „Was du mir sagst und was du mir tust, sagt mehr über dich aus als über mich.“

Lass die Dinge beim anderen. Mach sein Problem nicht zu deinem Problem. Zieh deine Grenzen und indem du es nicht persönlich nimmst, ziehst du deine Grenzen. Sei Teflon und lass es an dir abgleiten. Du bist ruhig und entspannt.

Und aus dieser entspannten Haltung heraus, kannst du in eine Beziehung gehen. Du bist bei dir und lässt die Probleme beim Anderen. Du verstehst grundsätzlich wie er tickt, der Mensch dir gegenüber. Dein Schlüssel zu diesem Menschen ist jetzt das Mitgefühl. Mitgefühl ist die Königsdisziplin. Und ich meine Mitgefühl und nicht Mitleid. Mitleid bedeutet das Gefühl des anderen zum eigenen zu machen.

Mitgefühl bedeutet zu spüren wie es dem anderen geht. Zu spüren was in ihm vorgeht. Wie geht es ihm in diesem Moment und in dieser Situation. Was spürt er und was braucht er?

Mitgefühl ist der Schlüssel zum Verständnis und der Schlüssel für eine glückliche Beziehung. Nimm dich für einen Moment zurück und fühle dich in den anderen hinein. Nimm seine Körperhaltung ein und fühle wie es ist der andere zu sein.

Öffne dein Herz und spüre dahin. Lass es zu beim anderen zu sein und wenn du dich öffnest für dein Gegenüber, wirst du ihn verstehen und schaffst es eine bessere Beziehung aufzubauen.

Wenn du verstehst was der andere braucht, kannst du besser entscheiden ob du bereit bist das zu geben. Wenn du jemand bist der Gesellschaft braucht wenn es dir schlecht geht, dann wirst du das automatisch auch für einen Menschen geben der dir nahe steht. Aber wenn dein Mitmensch ein Sachtyp ist, dann möchte er genau das nicht. Der möchte lieber seine Ruhe haben und für sich allein sein.

Aber das verstehst du erst, wenn du ins Mitgefühl gehst.

Wenn es dir schwer fällt dich in andere hinein zu versetzen gibt es immer noch die Möglichkeit zu fragen. Wie geht es dir und was brauchst du jetzt? Kann ich etwas für dich tun? Den anderen verstehen lernen kommt nicht von allein. Es ist fast als würdest du eine neue Sprache lernen. Aber mit der Zeit wirst du immer besser.

Du wirst sehen, was es mit deiner Beziehung macht, wie sich eure Beziehung verändert und wie die Verletzungen und Missverständnisse weniger werden.

Es ist leicht eine Beziehung zu führen, mit einem Menschen der so tickt wie du. Aber ein Mensch der anders ist, gibt dir die Möglichkeit deinen Horizont zu erweitern und die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Solange du offen dafür bist eine neue Sprache zu lernen und dich auf den anderen wirklich einzulassen.

Es geht nicht darum, dass du dich und deine Wünsche dafür hinten anstellst. Wenn du deinem Gegenüber helfen willst dich auch besser zu verstehen, dann äußere deine Bedürfnisse und sag was du dir wünscht. Wenn ihr euch gegenseitig besser verstehen wollt, geht es darum zu geben, aber auch zu nehmen. Sag was du brauchst und gib was der andere braucht. Dann fällt das Gleichgewicht leichter.

Und nein, es gibt kein Anrecht darauf, dass der andere deine Wünsche erfüllt. Aber wenn du sagst was du brauchst, erhöhst du zumindest die Chance, dass es auch passiert. Denn Gedanken lesen wurde noch nicht erfunden, aber einfühlen und fragen ist fast genauso gut.

Ich wünsche dir eine spannende Zeit auf Erkundungstour mit deinem Mitmenschen. Eine spannende Reise in andere Welten und zu Besuch auf anderen Inseln.

Fühl dich von Herzen umarmt. Alles Gute für dich, deine Kerstin

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