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Warum Chefinnen extrovertiert und machtbesessen sind

Laut einer Studie sind „Chefinnen extrovertiert und machtbesessen.“ Frauen haben gelernt, dass Männer nur ihresgleichen befördern und haben sich angepasst. Es ist an der Zeit umzudenken und zu erkennen, dass gemischte Teams mit unterschiedlichen Stärken erfolgreicher sind.

„Frauen im Chefsessel sind extrovertiert und machtbesessen. …Anders als allgemein vermutet, sind weibliche Führungskräfte was die Kommunikation und einen weicheren Führungsstil betrifft keine Bereicherung für die Unternehmen. … Frauen in einer höheren Position neigen dazu, ihren Willen um jeden Preis durchzusetzen, auch wenn sie dafür mit ihren Kollegen einen Streit anzetteln müssen.“ Zu diesem Fazit kommt die Uni Hohenheim mit der German Graduate School of Management and Law nach einer Befragung von 500 Führungskräften.

Wer schon immer geglaubt hat, dass Frauen nicht in Führung gehen sollten fühlt sich jetzt bestätigt. Frauen gehören hinter den Herd und taugen allenfalls zur Arbeitsbiene.

Wer so denkt, der denkt verkehrt. Stattdessen stellt sich die Frage warum verstärkt Frauen mit „Beißer-Qualitäten“ in Führungspositionen gelangen oder warum Frauen gelernt haben, diese Merkmale zu entwickeln und demonstrieren zu müssen, um erfolgreich zu sein.

Schlagwörter wie „Fachkräftemangel“ und „die empathische Führungskraft“ machen Personalern und Geschäftsführern unmissverständlich klar, dass sie mehr Frauen befördern sollen. Die Frauenquote hängt wie ein Damoklesschwert über ihnen und dann passiert was nur allzu menschlich aber fatal ist: Männer suchen ihresgleichen unter den Frauen.

Wenn es schon eine Frau sein muss, dann soll sie rational, zielstrebig, selbstbewusst und erfolgsorientiert sein. Wenn sie dann noch die Bundesliga Ergebnisse kennt, nur graue Hosenanzüge trägt und einen festen Händedruck hat, ist sie der perfekte Mann für die Position.

Aber bitte mit dem den Frauen eigenen Fleiß einer 70-Stunden-Woche. Empathie bringt sie schon mit – sie ist ja eine Frau. Zu viel Emotionen sind nur hinderlich im Job – das gibt nur Ärger. Und dann will sie vielleicht noch Kinder, dann doch besser einen Mann einstellen.

Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft mich Männer in Vorstellungsgesprächen gefragt haben, wie ich die Betreuung meiner Kinder neben dem Joballtag organisiere. Hätten sie mich das auch gefragt wenn ich ein Mann wäre? Als ich geantwortet habe, dass mein Mann zu Hause sei, entgegnete ein Geschäftsführer: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr Mann damit zufrieden ist.“

Es ist an der Zeit die Vorstellungskraft anzukurbeln. Heute gehen auch Väter in Eltern- und Teilzeit und wünschen sich Familien-verträgliche Arbeitszeiten. Work-Life-Balance und flexible Arbeitszeiten sind für alle Mitarbeiter wichtig – auch für Führungskräfte.

Wenn in Ihrem Unternehmen Mitarbeiterzufriedenheit ein Indikator für gute Führung ist, sollten Sie überlegen, ob eine Frau nicht doch eine gute Wahl ist. Chef-Empathie fördert die Zufriedenheit, Produktivität und Loyalität Ihrer Mitarbeiter. Und wer ein aufgeschlagenes Knie verarzten kann, hat auch ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter.

Fördern Sie Frauen, die ihre Stärken spielen können ohne ihnen das Gefühl zu geben ein „besserer Mann“ sein zu müssen. Gemischte Teams, in denen jeder seine unterschiedlichen Stärken einbringt sind produktiver und das gilt auch für die Geschäftsführung.

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