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Wie Sie Konflikte im Gespräch lösen

Wenn Gespräche im Konflikt eskalieren haben wir Fehler in der Gesprächsführung gemacht. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich diese Fehler vermeiden.

Wutausbrüche, Mauern oder Schweigen sind der Killer jedes konstruktiven Gespräches. Selbst wenn WIR ruhig bleiben, können wir trotzdem die Emotionen des anderen nicht kontrollieren.

Der Wut-Bazillus. Wir haben unser Ziel sachlich formuliert und unser Gegenüber reagiert mit Beschimpfungen, Lautstärke und ausholender Körpersprache. Ein klassischer Konflikt. Jetzt bloß nicht in die Falle tappen und sich von dem Wut-Bazillus anstecken lassen. Bei uns haben Wut-Bazillen keine Chance.

  • Kennen Sie Ihre wunden Punkte. Jeder hat Schwachstellen die andere ausnutzen wollen um darin zu bohren. Fühlen Sie sich zu wenig wert geschätzt? Dann nehmen Sie das an und seien Sie sich dessen bewusst. Dann kann Ihr Gegenüber Sie damit nicht so sehr verletzten.
  • Erste Hilfe: Ruhig bleiben, tief ein- und ausatmen, zurücklehnen. Ihr Gegenüber soll ruhig Dampf ablassen, danach wird es ihm besser gehen. Hören Sie ihm zu was er zu sagen hat und versuchen Sie zwischen den Zeilen zu lesen. Was beschäftigt ihn wirklich, was treibt ihn an?
  • Zeigen Sie Verständnis und wiederholen Sie was Sie verstanden haben: „Ich verstehe dass Sie aufgebracht sind. Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie sich Sorgen um die zusätzliche Belastung für Ihr Team machen?“
  • Ihr Gegenüber fühlt sich verstanden und respektiert und begibt sich hoffentlich wieder auf eine Sachebene mit Ihnen. Wenn das der Fall ist benennen Sie noch einmal das gemeinsame Ziel und fragen nach einem Vorschlag zur Lösung: „Wir wollen doch alle mehr Umsatz für das Unternehmen machen. Wie kann ich Ihr Team unterstützen, damit wir das gemeinsam schaffen?“ Im besten Fall macht der Kollege tatsächlich konstruktive Vorschläge zum effizienteren Zusammenarbeiten.
  • Wenn Ihr Verständnis nicht dazu beigetragen, dass Gespräch wieder in konstruktive Bahnen zu lenken, entschuldigen Sie sich dass Sie den Kollegen aufgebracht haben und beenden Sie das Gespräch.

Der Maurer. Mauern ist ein beliebter Konflikt Auslöser. Ihre Fakten kommen einfach nicht an und Ihr Gegenüber beharrt nur immer wieder auf seiner Position.

  • Vielleicht bedeuten Ihre Argumente nichts, weil sie für den anderen nicht greifbar sind. Stellen Sie einen persönlichen Bezug zu den Fakten her. „5fache Umsätze bedeuten für Sie als Vertriebsleiter, dass Sie Ihre Ziele für dieses Jahr dann bereits im September erreicht haben.“
  • Trotzdem wird der eigene Punkt immer wiederholt, obwohl sie den bereits entkräftet hatten. Offensichtlich hat Ihr Gesprächspartner nichts anzubieten, oder er fühlt sich nicht gehört.
    • Zeigen Sie Verständnis für seinen Punkt und entkräften ihn erneut.
    • Bitten Sie dann darum auch andere Punkte zu erörtern.
    • Wenn das nicht funktioniert ist es an der Zeit sich zu verständigen, dass keine Einigung möglich ist. Stellen Sie die Frage ob es Sinn macht sich später noch einmal zu diesem Thema zu besprechen, oder ob das Thema an anderer Stelle entschieden werden soll.

Der Politiker. Der beliebteste Schachzug eines Politikers ist es das Thema zu wechseln. Es wird zu heiß oder man hat einfach keine Ahnung, dann besser schnell das Thema wechseln. Jetzt tappen wir in die Konflikt-Falle, weil WIR uns im Zweifelsfall nicht gehört fühlen.

  • Nicht ablenken lassen. Wir sind gut vorbereitet und haben unser Ziel vor Augen. „Das ist ein interessanter Punkt. Aber ich würde doch gerne mit Ihnen die neuen Aktivierungsmaßnahmen besprechen.“ oder „Bevor wir das besprechen, würde ich gerne das andere Thema abschließen. Wie wollen wir hier weiter vorgehen?
  • Wenn das nicht funktioniert um Vertagung bitten wenn beide Zeit hatten sich tiefer in die Materie einzuarbeiten.

Der Schweiger. Er hat nichts beizutragen, ist wütend oder ihm gehen schlicht die Argumente aus. Jetzt bloß nicht nervös werden und in einen Redeschwall verfallen.

  • Ruhig bleiben und abwarten heißt die Devise. Ich habe meine Punkte angebracht, ich habe Verständnis gezeigt. Jetzt bin ich freundlich und abwartend.
  • Wenn immer noch nichts kommt muss ich den Konflikt thematisieren. „Wie darf ich Ihr Schweigen verstehen?“ oder „Ich habe das Gefühl wir haben hier ein Problem. Können Sie mir helfen die Situation zu verstehen?“ Damit geben Sie zu, dass Sie ein Verständnisproblem haben und dem anderen fällt es leichter sich auf eine Ebene mit Ihnen zu begeben.
  • Wenn das alles nicht hilft ist es an der Zeit das Gespräch zu beenden und nach alternativen Lösungen zu suchen.

Das Wichtigste in jedem Gespräch: Respekt. Respekt für den anderen bedeutet zu wissen, dass wir nur unsere Sichtweise kennen und der andere einen anderen Hintergrund hat vor dem er agiert.

Zu Respekt gehört auch Zuhören und Verständnis zeigen. Wir wollen alle gehört und verstanden werden und indem wir es selbst anbieten, machen wir es dem anderen leichter mit uns eine Lösung des Konfliktes zu finden.

Respekt für uns selbst bedeutet, dass wir unseren Standpunkt kennen und wissen, dass wir ein Recht haben unseren Punkt darzulegen und umzusetzen.

Ruhig und sachlich bleiben. „In der Ruhe liegt die Kraft“ heißt es so schön, und es ist viel Wahres dran. Bleiben Sie ruhig, dann führen Sie das Gespräch und fallen nicht auf miese Gesprächstricks (s.o) rein. Und wenn gar nichts mehr geht: „Liebe einatmen, Hass ausatmen.“

Vorbereitung. Vorbereitung gibt uns Sicherheit. Wie gute Gesprächs-Vorbereitung aussehen kann lesen Sie hier.

 

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