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Wie wir Grenzen setzen

Warum treffen manche von uns regelmäßig auf Menschen, die unsere Grenzen überschreiten? Sei es verbal oder physisch. Warum lassen wir das zu und wie können wir uns dagegen schützen?

Seine eigenen Grenzen kennen und artikulieren ist wichtig, um gesund zu bleiben. Grenzüberschreitung anderer ist unangenehm bis verletzend. Das ist der Kollege der seine Kollegin zum Kaffee holen schickt, die Frau die ihren Mann als dumm und nutzlos beschimpft. Da ist der Ex-Partner der mich mit Nachrichten und Telefonaten bombardiert. Manchmal ist es auch nur ein Bekannter der den Arm um uns legt, obwohl wir uns nicht besonders gut kennen. Das ist der Moment in dem mir jemand zu Nahe kommt und mich persönlich angeht. Ich fühle mich bedrängt, gedemütigt, verletzt. Klare Zeichen für Grenzüberschreitungen.

Aber wie reagiere ich darauf? Häufig scheuen wir den Konflikt. Wir wollen keinen Streit oder den Anderen nicht verletzen. Wir gehen darüber hinweg, in der Hoffnung, dass es schnell vorbei geht. Und vielleicht geht es vorbei, vielleicht aber auch nicht und vielleicht empfindet unser Gegenüber das sich Nicht-wehren als Einladung weiter zu gehen.

Niemand darf die Grenzen eines Anderen überschreiten. Niemand, ohne Ausnahme. Warum passiert es trotzdem?

Wenn wir uns kleine Kinder anschauen, die noch völlig naiv sind, sehen wir, dass diese ständig ihre Grenzen austesten. Kinder müssen erst lernen wie weit sie gehen dürfen. Wenn ein Kind keine Grenzen gesetzt bekommt, lernt es kein Sozialverhalten. Eltern müssen ihren Kindern helfen und an die Empathie des Kindes appellieren. „Wie würdest du dich fühlen, wenn dir das Kind den Ball wegnehmen würde?“ „Jetzt ist das Kind traurig, weil du es gehauen hast. Willst du, dass Kind traurig ist.“ Kinder lernen, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat, und dass sie Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen. Liebende Eltern zeigen ihren Kindern Grenzen auf.

Manche Kinder haben diese Grenzen aus verschiedensten Gründen nie kennengelernt und übernehmen auch als Erwachsene keine Verantwortung für ihr Verhalten. Das ist bedauerlich, aber nicht unser Problem. Die Herausforderung für uns besteht in dem Moment darin, unseren Wunsch nach Abstand zu artikulieren und dabei dem Anderen weiterhin mit Respekt begegnen . Wenn der Partner schreit: „Du bist aber auch zu dumm!“, gehen wir einen Schritt zurück. „Ich verstehe, dass du wütend bist. Aber was du sagst ist beleidigend und verletzt mich. Wenn du offen für ein Gespräch lass uns darüber sprechen.“

Es wichtig zu verstehen, dass das Gegenüber ein Problem hat. Ein Problem, das nichts mit uns zu tun hat. Was würden wir unserem Kind in dieser Situation sagen? „Das Kind ist wütend und das hat nichts mit dir zu tun. Du bist ok wie du bist. Sag ihm dass du jetzt gehst, weil es dich beschimpft.“

Wir müssen für uns selbst sorgen und unsere Grenzen zeigen und sicher stellen, um stark und gesund zu bleiben.

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